Südkurier 29.09.2004 Mundelfingen (ru)

Die Empfänger des "Goldenen Meisterbriefes" 2004 dürfen sich 40 Jahre nach Erhalt ihres ersten Meisterbriefes erneut freuen. Bild: Jeske

Talent, Fleiß und harte Arbeit
Belohnung für 40 Jahre als Meister: Kammerpräsident überreicht die "Goldenen Meisterbriefe"

Belohnt für 40 Jahre Meister-Arbeitsleben wurden gestern die Handwerksmeister der Region. Vom Bäckermeister bis hin zum Zimmermeister waren bei der Vergabe des "Goldenen Meisterbriefe" 2004 alle Sparten durch die anwesenden vier Damen und 34 Herren vertreten. Anerkennung wurde ihnen vor allem für ihren Mut, ihren Fleiß und ihre Leistung ausgesprochen.
Obnerbürgermeister Rupert Kubon lobte das Gesamtverständnis der Meister für eine Sache und betonte die "harte Arbeit Tag für Tag." Landrat Karl Heim zeigte die Stimmbedeutung der Handwerker auf. Gerade die Ideen und Sichtweisen der Meister mache sie für die kommunale Ebene so wichtig, betonte Heim. Er appellierte an die Meisterbetriebe, jungen Menschen eine Chance zu geben, auch wenn die schulische Leistung nicht für einen Auszubildenen sprechen sollte. "Die praktische Leistung fällt oft anders aus als die Theorie", betonte Heim. Ziel müsse es sein, die reichen Erfahrungen, den Mut und die Zuversicht an die junge Generation weiterzugeben. Im Handwerksgewerbe gab es in den vergangenen Jahren einen riesigen Wandel, erläutert Adolf Huchler, Kreishandwerksmeister. Als die meisten der gestern Geehrten in ihrem Beruf Fuß fassten, betrug der Stundenlohn für eine Friseuse noch zwei Mark und die Arbeitszeit betrug 45 Stunden die Woche. Ein positiver Aspekt des Handwerks sei seine flexible Anpassungsfähigkeit, hob Huchler hervor. Sein Appell an die Betriebe lautete, gerade in diesen kritischen Zeiten ihre Lehrstellenangebote weiter aufrechtzuerhalten.

Kammerpräsident Bernhard Hoch überreichte die "Goldenen Meisterbriefe" an folgende Meister:

  • Bäckermeister: Reinhold Fürderer, Bad Dürrheim und Werner Hinrichs, Triberg
  • Mauermeister: Eugen Laufer, Niedereschach-Kappel und Lothar Riegger, Marbach
  • Buchbindermeister: Helmar Keller, VS
  • Elektrogewerbe: Benno Obergfell, Bräunlingen; Manfred Wild, Triberg und Werner Zimmermann, Blumberg
  • Metzgermeister: Georg Gür, VS; Ewald Jerg, mundelfingen; Heinz Georg Kern, Bräunlingen; Friedbert Kersten, VS; Manfred Schmidt, Dauchingen und Kurt Willmann, Vöhrenbach
  • Fotografenmeister: Rolf Schweizer, VS
  • Friseurmeister/in: Gerd Baumeister, Donaueschingen; Ingeborg Eidling-Losch, VS; Heinz Niedenzu, St. Georgen; Ellen Rieger, mundelfingen und Ruth Stegmann, VS
  • Kachelofenmeister: Egon Fromm, Bräunlingen
  • Konditormeister: Wilhelm Haasis, Albstadt und Karl Rösch, VS
  • Kraftfahrzeugmeister: Albert Henkel, Bräunlingen; Egon Maier, Gundelfingen und Erich Schorpp, Königsfeld
  • Malermeister: Heinrich Gmeiner, St. Georgen
  • Metallhandwerk: Dieter Reinhardt, VS; Alfred Schlösser, Triberg und Konrad Schneckenburger, Bad Dürrheim
  • Raumausstattermeister/in: Adolf und Karin Straub, VS
  • Klempnermeister: Ludwig Dold, Schönwald
  • Schreinermeister: Karl Glöckler, Bad Dürrheim; Hermann Rothfelder, VS; Rolf Traub, VS; Erwin Wisser, Schonach; Ralf Baumeister, Bräunlingen; Karl Schneckenburger, Bad Dürrheim und Paul Schwär, Furtwangen
  • Straßenbaumeister: Karl Ballof, VS und Heinz Hesseler, Donaueschingen
  • Zimmermeister: Thomas Fleig, Marbach.


Schwarzwälder Bote 28.09.2004 von Rainer Bombardi
Ortsvorsteher als Auktionator

Zum ersten, zum zweiten und zum Dritten ..., ganz im Stil eines professionellen Auktionators begrüßte Ortsvorsteher Michael Jerg an der diesjährigen Obstversteigerung auf der Jungviehweide rund 25 Teilnehmer.
Das hochwertige Obst von rund 100 Bäumen war offensichtlich begehrt. Keiner der gekommen war musste mit leeren Händen zurückgehen. In rekordverdächtiger Zeit waren die hauptsächlich Äpfel, aber auch Birnen und Pflaumen versteigert.
Nun geht es für die einzelnen Käufer in den nächsten Wochen ans Ernten des Ertrags. Das Obst der Jungviehweide ist völlig biologisch angebaut, da die Bewirtschaftung das gesamte Jahr über extensiv erfolgt. Die Weide ist in städtischem Besitz und wurde vom Hüfinger Michael Birk vor allem für seine Geißenzucht gepachtet. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sie sich zu einem ökologischen Kleinod Mundelfingens und wurde aus diesem Grund auch als FFH-Gebiet ausgewiesen. Die rund 30 Hektar große Fläche diente vor Jahrzehnten dem Kreis als Jungviehweide. Während dem Übergang in den städtischen Besitz wurden die ersten Obstbäume gepflanzt, erinnerte sich einer der Anwesenden. Tradition hat mittlerweile die Versteigerung, welche unter anderem auch dazu dient, die Bäume von ihren Früchten zu befreien und das verfaulte Obst zu vermeiden. Die Gelegenheit an der Versteigerung teilzunehmen wird von einheimischen und auswärtigen gleichermaßen angenommen. Nach 90 Minuten ging die Versteigerung zu Ende.



Südkurier 28.09.2004 Mundelfingen (ru)

Landjugend bereitet sich vor
Erntedankfest

Bald ist es soweit: Das Kreiserntedankfest steht vor der Tür und die Landjugendgruppen sind mit ihrem Erntewagenbau beschäftigt. In Mundelfingen ist die Landjugend seit Mitte August mit der Vorbereitung ihres Wagens beschäftigt. Das vorgegebene Motto heißt in diesem Jahr "Alles Schöne dieser Welt". Der Gruppenraum ist die Werkstatt, in der die Tafeln mit über 20 Samenarten beklebt werden, die das Thema vielfältig darstellen. Ährenbündel werden geflochten und andere Dekorationen sind in Arbeit. Während die Mädchen mit Geduld und einer ruhigen Hand die Motive kleben, ist die männliche Jugend mit dem Aufbau des Erntewagens beschäftigt. Der Ehrgeiz der Gruppe ist groß, hat man doch im letzten Jahr den ersten Preis erhalten, so soll auch in diesem Jahr ihr Wagen zu den besten gehören. Stress ist angesagt, noch muss vieles gemacht werden und über das Wochenende war die Trachtengruppe der Landjugend mit 20 Trachtenträger auf dem Wasen in Cannstadt. und nahm dort am Umzug teil.



Schwarzwälder Bote 25.09.2004 von Rainer Bombardi
Forum bietet Chance zur Gestaltung

Als "Forum mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten" umschreibt Christine Harms-Höfler aus Mundelfingen als neue Stadträtin den Hüfinger Gemeinderat.
Durch anstrengendes Parteidenken werden viele Energien nutzlos verbraucht fügt sie nahtlos an. Sie ist dabei kein gänzlich neues Gesicht am Ratstisch, da sie bei bislang vier Kandidaturen bereits das zweite Mal gewählt wurde. Die unechte Teilortswahl machte dies möglich lacht die für die SPD angetretene Mundelfinger Bürgerin. Kommunalpolitik war bereits vor meinem Studium der Verwaltungswissenschaften mit Schwerpunkt Kommunalwesen ein Steckenpferd von mir. Harms-Höfler bezeichnet sich selbst als Lokalpolitikerin mit Sinn für das Savoir-Vivre, die sachlich an der Entwicklung der Gesamtstadt mitarbeiten möchte. Naturgemäß identifizieren sich in der Regel die Bewohner der Ortsteile mit anderem Engagement für ihre Heimat als die Städter erklärt die Lokalpolitikerin und weist darauf hin dass sie diese Charaktereigenschaft unterstützt. Harms-Höfler beabsichtigt immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Mundelfinger Bürger zu haben ohne jedoch in ihrer Vorgehensweise, den Kontext zur Gesamtstadt zu verlieren. Gegenseitige Inspiration erhofft sie sich von ihrem Amt als freie Mitarbeiterin und VHS-Leiterin der Außenstelle Hüfingen und ihrer Arbeit als Stadträtin. Harms-Höfler hat gemeinsam mit Mann Norbert zwei Kinder. In der restlichen Zeit agiert sie als Vorsitzende der Landfrauen und passionierte Volleyballakteurin. Volleyball muss künftig etwas zurückstecken, meint sie nun lachend.



Schwarzwälder Bote 25.09.2004 von Rainer Bombardi
Partynacht der Musikkapelle

Die Aubachhalle bringt die Musikkapelle am Samstag, 9. Oktober, zum Beben. Bereits zum zwölften Mal findet die beliebte Partynacht statt die jedes Jahr Menschen aus der gesamten Region anzieht.. Etwas besonderes gibt es für diejenigen welche bis 21.12 Uhr in der Halle eingetroffen sind. Unter allen Besuchern wird wahlweise eine einwöchige Kreuzfahrt oder eine Mallorcawoche verlost. Das Kartenkontingent ist begrenzt. Der Vorverkauf hat begonnen, Karten sind erhältlich bei allen aktiven Musikern und im Internet unter www.musikkapelle-mundelfingen.de.



Südkurier 23.09.2004 Mundelfingen (ru)

Landfrauen starten durch
Üppiges Winterprogramm mit Sport, Basteln, Ausflügen

Winterprogramm
Abwechslung bietet das Winterprogramm der Landfrauen. Das Seniorenturnen mit Rita beginnt am Dienstag, 28.September, 14.30 Uhr. Das Landfrauenturnen mit Annette beginnt am Montag, 4.Oktober, 20.15 Uhr. Weiterfindet im Oktober ein Vortrag statt über einen Sommer auf der Alp. Am Mittwoch, 27.Oktober, werden Allerheiligengestecke gefertigt mit Sonja Günzel. Anmeldungen unter Telefon 07707/596. Neues über Gemüse wird im Landwirtschaftsamt gezeigt am Mittwoch, 10.November. Anmeldungen unter Tel. 07707/1499. Der Termin zum Springerlebacken mit Angelika wird noch bekannt gegeben. Adventsschmuck wird hergestellt am 24.November mit Sonja Günzel, Anmeldungen unter Tel.: 07707/ 596. Eine Adventsfahrt statt Weihnachtsfeier ist geplant am Samstag, 4.Dezember. Am Montag, 6.Dezember, ist der Einsatz der Landfrauen beim Blutspenden gefragt. Papiersammlung ist am Samstag, 15.Januar. In die Fastnet starten die Landfrauen im Clubhaus am Sonntag, 6.Februar. Bei der Bezirksversammlung am Samstag, 19.Februar werden sich die Landfrauen mit ihrem Tanz am Programm beteiligen. Ein Besuch im "Aquari" mit Probe-Dünne- Essen im Kuhstall ist für Freitag, 25.Februar geplant. Der Seniorennachmittag findet am Sonntag, 6.März statt. Generalversammlung ist am Freitag, 11.März. Im April wird gebastelt und ein Nordic-Walking Kurs angeboten. Am Donnerstag, 26.Mai ist Arbeitseinsatz auf der Südwestmesse, im Juni der Jahresausflug.



Südkurier 21.09.2004 Mundelfingen (ru)

Bild: Rita Uhrhan

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Zum Spieletag des Jugendrotkreuz trafen sich in Mundelfingen rund 40 Jugendliche aus Döggingen, Blumberg und Mundelfingen. Sieger wurde Döggingen 1 vor Döggingen 2, dritter Blumberg vor Döggingen 3. Die Mundelfinger Gruppe war im letzten jahr Sieger und so Ausrichter des Spieletages. Jede Gruppe bestand aus fünf Jugendlichen und einem Leiter. An zehn Stationen wurden getestet Geschick, Schnelligkeit, aber auch Wissen über Fragen zur Ersten Hilfe geprüft und praktische Anwendung bei Erster Hilfe. Vie Spaß machten Rad- und Schubkarrenparcours, Tauziehen, die Tastkiste und mehr. Zum Abschluss gab es an der Kohlhütte eine gemeinsameGrillparty. Die Organisation lag in den Händen von Jugendleiter Frank Schulz un der DRK BereitschaftsführerinMartina Schulz.



Südkurier 21.09.2004 Mundelfingen (ru)

Ortsvorsteher Michael Jerg testete mit Ortschaftsräten und Bediensteten den neu beschilderten Rundweg Mundelfingen-Gauchach-Wutachschlucht- Mundelfingen. Bild: Rita Uhrhan

Rundweg: anspruchsvoll und schön
Ortschaftsrat Mundelfingen wanderte auf neu beschildertem Weg

Den Rundweg Mundelfingen-Gauchachschlucht getestet und für eine anspruchsvolle Wanderung durch die Schluchten für gut befunden haben Ortsvorsteher Michael Jerg, ein Großteil seiner Ortschaftsräte und Ortbediensteten.
Start der Wanderung war beim Lebensmittelgeschäft Merz, hier spendierte Jerg noch für jeden ein Proviantpaket, weiter ging es zum Landgasthof "Hirschen". Nach einem Sektumtrunk konnte die Steigung zum alten Wasserreservoir besonders gut bewältigt werden. Im nächsten Jahr wird hier ein Wanderparkplatz angelegt werden, der zum Ausgangspunkt für wildromantische und urige Wanderungen wird.
Der Abstieg führte zur Lochmühle, hier wurde die neurenovierte Grünburgkapelle besichtigt, die eng mit der Geschichte Mundelfingens verbunden ist. Weiter führte der recht anspruchsvolle Wanderweg durch die wildromantische Gauchachschlucht zur Burgmühle, hier bot sich Gelegenheit zur Stärkung. Die Gauchachschlucht ist der schönste Teil der Schluchtenlandschaft. Die Gauchach mündet nach einigen Kilometern in die Wutach, der Weg führt weiter zur Wutachmühle. Am stets gut besuchten Kiosk konnten die Mundelfinger Wanderer eine Kaffeepause einlegen, vor der Aufstieg, der in der Nähe der Wolfgangskapelle beim Bruderhof liegt, nach Mundelfingen erfolgte. Über den Hardtweg, vorbei an der Mariengrotte und dem Wasserfall, ging die Wanderung zurück zum Ausgangspunkt Mundelfingen. Hier wurde dann bei einer deftigen Schlachtplatte im Clubhaus Mundelfingen der Abschluss der rund acht Kilometer langen Wanderstrecke gemacht. Reine Gehzeit dieser interessanten Wanderung, die ein außergewöhnliches Naturereignis ist, beträgt drei Stunden. Der Rundweg ist beim Mundelfinger "Hardtgärtle" genau ausgeschildert.



Schwarzwälder Bote 20.09.2004 von Rainer Bombardi
Spiele füllen einen ganzen Tag aus

Zehn Stationen bot das Jugendrotkreuz zum "Tag der Spiele" an und bot damit den vier teilnehmenden Jugendrotkreuz-Vereinen aus Blumberg und Döggingen ein paar erlebnisreiche Stunden. Die beiden Organisations- und Mundelfinger Jugendrotkreuzleiter Martina und Frank Schulz sprachen von einem "großen Engagement ihrer Mitglieder".
Mit Thomas Hauger, Daniel Mittner, Sarah Butschle, Martina Hasenfratz und Vanessa Olbrich haben vor kurzem fünf Mitglieder den Gruppenleiterkurs erfolgreich bestanden. Alle sind heiß darauf, ihr erlerntes Wissen in die Tat umzusetzen und da kam ihnen der "Tag der Spiele" gerade recht. Dass sie überhaupt als Veranstalter dieses Kreiswettbewerbs auftreten durften, lag daran, dass sie die Veranstaltung beim letzten Mal sen Sieg holten. Ebenso engagiert zeigten sich sich nun als Veranstalter.
Zehn Stationen hatten die mannschaften zu absolvieren und suchten nach Murmeln im Sand, fischten Ping-Pong Bälle aus dem Wasser oder tasteten Naturmaterialien ab. Beliebt waren auch der Stelzenlauf, das Schubkarrenfahren und der Hindernisparcours mit dem Fahrrad. Ihr Wissen konnten sie beim Beantworten von Fragen zur ersten Hilfe und an der ersten Hilfe Station unter Beweis stellen. Dort galt es einen am Bein verletzten Hobbymechaniker und seinen geschockten Verwandten fachgerecht zu beruhigen.
Der Ausklang des Festes fand an der Kohlwaldhütte statt. Martina Schulz zeigte sich zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Sie kündigte an, dass die Mundelfinger Gruppe in den nächsten Wochen das Gespräch mit Schulleiter Gerhard Nowakowski suchen werde. Ziel ist es, vermehrt Kinder und Jugendliche für die Interessante und gesellige Arbeit im JRK zu interessieren.



Schwarzwälder Bote 20.09.2004 von Rainer Bombardi
Der Ritt der Daltons führt nach Mundelfingen

Bei einem Geburtstagsfest vor zwölf Jahren kamen die vier "Ranger" Armin Springindschmitten, Gebhard Welte, Bernhard Baumann und Joachim Kaltenbrunner auf die zündende Idee ein Scheunenfest ins Leben zu rufen.
Scheune wird zum gemütlichen Treffpunkt
Durch seine überschaubare Größe und Heimeligkeit sollte es vor allem für Insider ein Tipp Anfang September werden. Schnell fanden die vier eine passende Scheune. Womit sie nicht gerechnet hatten war jedoch die Resonanz auf ihre Idee.
Ihr zweitägiges Fest wird bis heute regelrecht bestürmt, der Insiderkreis wuchs auf Besucher aus dem gesamten Umkreis an. Partypower dass die Scheuen wackelt stieß und stößt derart auf Resonanz, dass am Wochenende bereits das elfte Fest dieser Art stattfand.
Feuerwehr greift kräftig unter die Arme
Da die vier einen solchen Ansturm nicht alleine bewältigen wollen führen sie ihr Fest immer unter der Mithilfe eins Vereins durch. In diesem Jahr wurden sie von der freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Den jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen in der Scheune waren derlei Dinge egal. Für zwei Tage nutzten sie die Gelegenheit zu Hits von gestern und heute bis zum Umfallen zu tanzen und zu feiern. Eine Bereicherung der besonderen Art stellt das Rangerfest im Terminkalender Mundelfingens allemal dar.



Schwarzwälder Bote 18.09.2004 von Rainer Bombardi
Ranger-Fest lockt in Dreschschuppen

Das Ranger-Fest findet heute im Dreschschuppen statt. Die Feuerwehr beteiligt sich wie im Vorjahr wieder am Fest. An beiden Tagen ist Party in der Disco-Bar geboten.



Schwarzwälder Bote 16.09.2004 von Rainer Bombardi
Narrenverein in Bundeshauptstadt

Während eines mehrtägigen Berlinaufenthalts besuchten 27 Mitglieder des Narrenvereins Kehrwieder Mundelfingen den Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder. 90 Minuten lang erläuterte er Bundeshaushalt, politische Arbeit in den Ausschüssen und den parlamentarischen Alltag. Eine angeregte Diskussion entwickelte sich zu den Themen Steuern, Ansehensverlust der Politik und der Reform des Arbeitsmarkts. Auch die Staatsverschuldung streifte er mit einem engagierten Plädoyer. Beendet wurde der Besuch mit der Besichtigung des Parlaments und der Reichstagskuppel.



Südkurier 11.09.2004 Mundelfingen (ru)

Besucher aus Mundelfingen hatte der CDU-Bundestagsabeordnete Siegfried Kauder (Mitte, hinten) in Berlin.

Narren bei Kauder in Berlin

Ihren Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder in Berlin besucht haben Mitglieder des Narrenvereins "Kehrwieder" Mundelfingen. 27 von ihnen verbrachten, organisiert von der Vereinsvorsitzenden Christina Moritz, mehrere Tage in der Hauptstadt. In einem 90-minütigen Gespräch erläuterte Kauder die aktuelle Beratung des Bundeshaushalts, seine Arbeit in den Ausschüssen des Bundestags und den Alltag der parlamentarischen Arbeit. Eine angeregte Diskussion entwickelte sich dann zu den Themen Steuern, dem Ansehensverlust der Politik und der Reform des Arbeitsmarkts. Beendet wurde der "politische Teil" des Berlinbesuchs mit der Besichtigung des Parlaments und der Reichstagskuppel.



Schwarzwälder Bote 11.09.2004 von Rainer Bombardi
Vorjahressieg spornt an

Die Landjugend in Mundelfinfen trifft sich regelmäßig jeden Abend zum Schmücken und Dekorieren des Wagens für das Kreiserntedankfest vom 1. bis 3. Oktober in Schonach.
Der Sieg im Vorjahr für den schönsten Erntedankwagen motiviert sie auch in diesem Jahr etwas besonderes zu bieten. Im Vordergrund der Vorbereitungen stehen jedoch der Spaß und die Geselligkeit, weshalb es Abend für Abend keine große Mühe bereitet durchschnittlich zwölf Jugendliche für die Vorbereitungen zu begeistern.



Schwarzwälder Bote 09.09.2004 von Rainer Bombardi
Den Aufwärtstrend ein gutes Stück geprägt

Gut beschirmt in den Farben von Mundelfingen wurden die Ortschaftsräte Adolf Baumann und Robert Winterhalter von Ortsvorsteher Michel Jerg verabschiedet. Dem Gremium gehörte der ehemalige Ortsvorsteher Baumann knapp 30 Jahre an. Der Kommunalpolitik bleibt Baumann weiterhin als Fraktionssprecher der FDP im Gemeinderat und als Kreistagsmitglied erhalten. Baumann wurde von Jerg als ein ausdauernder und beharrlicher Kommunalpolitiker mit einem ausgezeichneten Gedächtnis beschrieben. Sein Name sei unzertrennbar mit der Aufwärtsentwicklung des Orts in den vergangenen Jahrzehnten verbunden lobte Jerg.
Im Namen der Verwaltung überreichte er ihm eine Urkunde, einen guten Tropfen und das große Sigel der Stadt für besondere Verdienste. Winterhalter wurde von Jerg als ein Mensch definiert, der sein Ohr stets am Bürger hatte. Seine sachkundigen und kooperativen Ratschläge wurden vom Gremium gerne angenommen, lobte Jerg den 20 Jahre in der Ortspolitik aktiven Rat.



Schwarzwälder Bote 08.09.2004 von Rainer Bombardi
Klares Votum für Michael Jerg

Ohne Gegenstimme wurden Ortsvorsteher Michael Jerg und sein Stellvertreter Hermann Strohmayer vom neuen Ortschaftsrat wiedergewählt. Vor seiner ersten vollen Amtszeit als Ortsvorsteher steht Michael Jerg, der vor 18 Monaten den scheidenden Adolf Baumann ablöste. Jerg der zuvor das neue Ortsgremium vereidigte, hob die hohe Wahlbeteiligung hervor und lobte die Mundelfinger für ihr hohes Demokratieverständnis. Mit Norbert Flink und Claus Merz begrüßte er zwei neue Mitglieder.



Südkurier 08.09.2004 Mundelfingen (ru)

Der neue Mundelfinger Ortschaftsrat (vorne v.l.): Paul Schwarz, Michael Jerg, Ferdinand Bäurer sowie (hinten v.li.) Gerold Mäder, Claus Merz, Hermann Strohmayer, Bernhard Merz und Norbert Flink. Bild: Uhrhan

Großes Vertrauen für Michael Jerg
Der neue Ortsvorsteher ist auch der alte - Hermann Strohmayer zum Stellvertreter gewählt

Einstimmig wurde Michael Jerg bei der jüngsten Sitzung des Dorfparlaments wieder zum Ortchef von Mundelfingen gewählt. Auch sein Stellvertreter Hermann Strohmayer wurde einstimmig gewählt.
Michael Jerg dankte den Bürgern für das Vertrauen und die Wahlbeteiligung, welche bei 74,5 Prozent lag. Sein Amt habe ihm bisher viel Spaß gemacht, die Zusammenarbeit mit der Stadt Hüfingen und den Ortschaftsräten sei unkompliziert gewesen. Bürgermeister Anton Knapp sei bestrebt, dass alles in den Ortsteilen bestens funktioniere.
Ein kurzer Rückblick zeigte die erledigten Maßnahmen 2004 nochmals auf: Gehwege und Straßen wurden saniert und verbreitert, das Rathaus wurde innen renoviert, das Kriegerdenkmal wieder in den Urzustand gebracht, das Schlachthaus entspricht jetzt neuen Bestimmungen, eine neue Technik kam ins Pumphaus und Wege wurden ausgeschildert. 2005 steht die weitere Erschließung des Baugebiets steht an, die Rathaus-Außenrenovation und einige Straßensanierungen sind notwendig.
Jerg wieß darauf hin, dass auch Mundelfingen einen Europasieger hat. Der Bulle von Michael Birk, gezüchtet auf der Jungviehweide, holte diese Auszeichnung.



Südkurier 03.09.2004 Mundelfingen (ru)

Michael Birks Ziegen sind Teil eines wissenschaftlichen Beweidungsprojektes. Die Allesfresser sollen im Hammeltal bei Hüfingen seltenen Pflanzen bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Bild: Wursthorn

Pflege geht durch den Magen
Ziegen spielen Hauptrolle bei Beweidungs-Projekt im Hammeltal

Eine Diät zum Wohle der Wissenschaft: So könnte man nennen, was sich in den nächsten drei Wochen auf einem eingezäunten schmalen Hanggrundstück im Hüfinger Hammeltal abspielt. Der Hunger von 75 Ziegen leistet auf den Magerrasen einen Beitrag zur (Wieder)ausbreitung bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Ein regelrechter "Treck" war gestern die Überführung der Herde des Mundelfinger Liebhaber-Landwirts Michael Birk. Hoch zu Ross begleitete er gemeinsam mit Nadine Springindschmitten, Rüdiger Münzer und Bernd Kühnle die Ziegen von der Jungviehweide durch den Kohlwald, durchs Dorf Ort Hausen vor Wald, durchs Wolfsbühl und parallel zu den Bahnschienen zum Bestimmungort. Das "Aufpassen" überließ Birk dabei seinen Hütehunden Chicco und Gipsy. Die vierbeinigen Helfer machten ihren Job so gut, dass die Ziegenherde trotz dreier Pausen eine halbe Stunde früher als erwartet am Bestimmungsort eintraf. Selbst als der Berner Sennenhund "Heidi" vom Hausener Löwenwirt Georg Sulzmann versuchte, auf Hütehund umzuschulen, und die Gruppe ein Stückweit begleitete, tat dies dem Tempo auf dem Triebweg keinen Abbruch.
Der Feldweg, der das Hammeltal erschließt, glich gegen 14 Uhr einem kleinen "Heerlager". Die Nachricht, dass sich sogar ein Fernseh-Team für die Ziegen-Beweidung unter wissenschaftlicher Federführung interessierte, hatte gut zwei Dutzend Hüfinger angelockt. Und während die Kameraleute die letzten Einstellungen für den schon gestern Abend ausgestrahlten Beitrag filmten, fand das provisorische Büfett von Küchenmeister Norbert Boos schnell viel Lob. Leicht provenzalisch schmeckten die marinierte Ziegenkeule, die Käsestücke und die Ziegensülze.
Zumindest das Fleisch stammte dabei aus der "Produktion" von Michael Birk. Mit seiner langjährigen Züchter-Erfahrung, gerade auch mit den aus Südafrika stammenden Burenziegen, war er der ideale Partner für die Fachhochschule Nürtingen. Die hat ihr Forschungsziel ganz allgemein mit der Neuorientierung der Landschaftspflege überschrieben. Insgesamt sieben Flächen werden auf der Baar von Schaf- und Ziegenherden örtlicher Landwirte beweidet. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und die Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Freiburg steht hinter dem Projekt.
Birks Ziel: Arche-Hof
Michael Birks Herz schlägt für bedrohte Nutztierrassen. Er züchtet unter anderem Hinterwälder Rinder, Waldschafe und die äußerst seltenen Evoléne-Rinder. Sein Traum ist es, in ein paar Jahren die seltenen Nutztierrassen in einem Arche-Hof zu präsentieren.
Birks Pflegevertrag für das 2-Hektar-Areal im Hammeltal läuft über fünf Jahre. Mehrmals im Jahr "müssen" seine Ziegen auf die "Diätflächen". Nach den fünf Jahren schlägt die Stunde der Landschafts- und Umweltplaner aus Nürtingen. Akribisch wird bilanziert. Etwa über das Vorkommen des Kreuzenzian. Sogar mit dem Satelliten-Navigationssystem GPS kartierten Studenten im vergangenen Jahr rund 75 Pflanzen im Hüfinger Forschungsareal. Die Pflanze ist bevorzugtes Futter für die Raupe des Kreuzenzian-Bläulings. Das ist ein kleiner blauer Schmetterling, der auch deshalb sehr selten geworden ist, weil er sich den evolutionären Irrweg leistet, seine Raupen von einer sehr speziellen Ameisensorte weiter füttern zu lassen.
Die Ziegen wiederum verschmähen den bitteren Kreuzenzian, fressen aber dessen Umgebung ab und geben der bedrohten Art so mehr Ausdehnungsfläche. Gleiches Bild bei Hecken, Büschen und kleinen Bäumen: Laubwerk und Rinde schmeckt den Ziegen besonders gut. So sorgen sie dafür, dass der Verwaldungsprozess gestoppt wird und schaffen Platz für andere, lichtliebende Pflanzen.
Die "Hauptpersonen" jedenfalls, die Burenziegen, machten sich gestern Nachmittag bereits genüsslich an die Arbeit: Statt in der prallen Sonne schmeckten die jungen Triebe im Baumschatten wesentlich besser.
Jens Wursthorn